{"id":1016,"date":"2023-12-03T20:50:00","date_gmt":"2023-12-03T19:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/schulhunde-mv.de\/?page_id=1016"},"modified":"2023-12-16T16:38:24","modified_gmt":"2023-12-16T15:38:24","slug":"mein-ansatz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schulhunde-mv.de\/?page_id=1016","title":{"rendered":"Zu meinem Ansatz"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3150\" height=\"1044\" src=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-928\" srcset=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP.png 3150w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-300x99.png 300w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-1024x339.png 1024w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-768x255.png 768w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-1536x509.png 1536w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-2048x679.png 2048w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-12-Carolin-Hansen-2-Zu-meinem-Anliegen-Carolin-Hansen-Logo-TP-1568x520.png 1568w\" sizes=\"(max-width: 3150px) 100vw, 3150px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Menschen befinden sich stets und st\u00e4ndig in Beziehung, also in sozialer Interaktion mit anderen Menschen, was wiederum die Notwendigkeit erkl\u00e4rt, zu lernen, sich aufeinander einzustellen, eigenes F\u00fchlen, Denken und Handeln, aber auch das von anderen Personen, nachvollziehen zu lernen und Verst\u00e4ndnis zu entwickeln sowie dieses in sein eigenes Handeln miteinflie\u00dfen zu lassen. Empathief\u00e4higkeit gilt als eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr eine kompetente soziale Wahrnehmung und Interaktion, die den Aufbau und die Aufrechterhaltung einer emotionalen Beziehung zu anderen Menschen bedingen (Schwenck et al., 2011). Gerade Kinder und Jugendliche mit einem F\u00f6rderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung weisen oft Defizite in der kognitiven und affektiven Empathie auf sowie hinsichtlich der empathischen Handlungskompetenz- und Handlungsmotivation (Braaten &amp; Ros\u00e9n, 2000; Cohen &amp; Strayer, 1996; Blair &amp; Coles, 2000, nach Schwenck et al., 2011). Aus diesem Grund ist es in erster Linie von gro\u00dfer Bedeutung, eine Notwendigkeit zum empathischen Denken, F\u00fchlen und Handeln zu schaffen. Hierf\u00fcr bietet sich der Ansatz der tiergest\u00fctzten P\u00e4dagogik optimal an. Den meisten Sch\u00fcler*innen f\u00e4llt es h\u00e4ufig leichter, in der Interaktion mit Tieren prosoziales Verhalten zu zeigen, was mit einer erh\u00f6hten Motivation und Bereitschaft zur R\u00fccksichtnahme und zum Zur\u00fcckstellen eigener Bed\u00fcrfnisse konnotiert ist (Hergovich et al., 2010, nach Julius et al., 2014; Julius et al., 2014). Dar\u00fcber hinaus haben viele Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen mit diesem F\u00f6rderbedarf bereits Gewalt-, Verlust- und\/oder Vernachl\u00e4ssigungserfahrungen erleben m\u00fcssen, was in den meisten F\u00e4llen mit unsicherer oder gar desorganisierter Bindung einhergeht (Julius, 2009).<br>Diese Bindungsrepr\u00e4sentationen stehen in einem starken Zusammenhang mit einer Gef\u00e4hrdung der physiologischen sowie psychologischen Gesundheit, was wiederum mit Auff\u00e4lligkeiten in der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und der kognitiven Entwicklung assoziiert ist. Dies kann sich schlie\u00dflich auf der Verhaltensebene in externalisierenden oder internalisierenden Auff\u00e4lligkeiten manifestieren (George &amp; Solomon, 2008; Julius, 2009). Bindungsgeleitete Interventionen stellen eine M\u00f6glichkeit dar, um eine Ver\u00e4nderung der bestehenden kindlichen Arbeitsmodelle von Bindung zu f\u00f6rdern. Da Menschen dazu neigen, ein zu dem Bindungsverhalten des Kindes komplement\u00e4res bindungsbezogenes Verhalten zu zeigen, wird das bereits bestehende Bindungsmuster des Kindes h\u00e4ufig eher gefestigt als positiv ver\u00e4ndert (Julius et al., 2014).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle erkl\u00e4rt sich die Sinnhaftigkeit, tiergest\u00fctzte Interventionen gezielt zur Unterst\u00fctzung einzusetzen:&nbsp; Weil es auf der einen Seite m\u00f6glich ist, Bindungs- bzw. F\u00fcrsorgebeziehungen zu Tieren aufzubauen und auf der anderen Seite die Transmission der Bindungs- und F\u00fcrsorgemuster innerhalb der Mensch-Tier-Beziehung durchbrochen werden kann (Beck &amp; Madresh, 2008; Julius et al., 2010; Kurdek, 2008). Da diese Beziehung \u2013 bspw. zu einem Hund \u2013 nicht durch negative Erfahrungen mit menschlichen Bindungsfiguren belastet ist, k\u00f6nnen \u00fcber die Interaktion mit diesem, p\u00e4dagogische Ziele realisiert, alternative Bindungsverhaltensstrategien einge\u00fcbt und Bindungssicherheit vermittelt werden (Julius et al., 2014). Die sichere Beziehung zum Hund kann dabei helfen, ebenfalls eine sichere Beziehung zum bzw. zur entsprechenden P\u00e4dagogen*in aufzubauen und diese sicheren Bindungserfahrungen in ein neues, sicheres Arbeitsmodell von Bindung zu integrieren. Der Hund dient somit als \u201eT\u00fcr\u00f6ffner\u201c f\u00fcr bindungsgeleitete Interventionen sowie der Aktivierung des \u201eCalm-and-Connecting\u201c-Systems des Kindes und somit f\u00fcr dessen \u201eOffenheit gegen\u00fcber sicheren Bindungserfahrungen\u201c (Julius et al., 2014, S. 191). Dies wird vor allem durch den positiv besetzten K\u00f6rperkontakt beg\u00fcnstigt, den ein Hund bieten kann, was eine zentrale Komponente von sicherer Bindung und F\u00fcrsorge darstellt und mit einer Aktivierung des menschlichen Oxytocin-Systems einhergeht (Julius et al., 2014). Tiere sind als nicht-wertend repr\u00e4sentiert, was insbesondere f\u00fcr Kinder mit einem unsicheren Bindungsstatus von gro\u00dfer Bedeutung ist. Da sich ein Hund in der Regel authentisch, vorurteilsfrei und wertsch\u00e4tzend gegen\u00fcber den meisten Menschen verh\u00e4lt bzw. als unvoreingenommen betrachtet werden kann, muss diese Angst vor Bewertung hier nicht zum Tragen kommen (Julius et al., 2014). Zudem k\u00f6nnen die stressreduzierenden Effekte des Umgangs mit einem Hund, Kindern dabei helfen, auch in belastenden Situationen mittels einer Verschiebung der Aufmerksamkeit auf die zwischenartliche Interaktion mit der zwischenmenschlichen umzugehen (Hediger, 2012, nach Lockwood, 1983; Rossbach &amp; Wilson, 1992, Wells &amp; Perrine, 2001).&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-1024x724.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-930\" srcset=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-1024x724.jpeg 1024w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-300x212.jpeg 300w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-768x543.jpeg 768w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-1536x1086.jpeg 1536w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-2048x1448.jpeg 2048w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild-13-Carolin-Hansen-Zu-meinem-Ansatz-Bindungstheorie-1568x1109.jpeg 1568w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"549\" src=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-16-163557-1024x549.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1166\" srcset=\"https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-16-163557-1024x549.png 1024w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-16-163557-300x161.png 300w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-16-163557-768x412.png 768w, https:\/\/schulhunde-mv.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-16-163557.png 1205w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen befinden sich stets und st\u00e4ndig in Beziehung, also in sozialer Interaktion mit anderen Menschen, was wiederum die Notwendigkeit erkl\u00e4rt, zu lernen, sich aufeinander einzustellen, eigenes F\u00fchlen, Denken und Handeln, aber auch das von anderen Personen, nachvollziehen zu lernen und Verst\u00e4ndnis zu entwickeln sowie dieses in sein eigenes Handeln miteinflie\u00dfen zu lassen. 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